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Chris Doerk – die Flippige

Chris Doerk ist eine deutsche Schlagersängerin, die als Partnerin von Frank Schöbel in der DDR populär wurde. Zum Star wurde sie durch den Film der DEFA Produktion „Heißer Sommer“ aus dem Jahre 1968. Sie war viele Jahre lang die musikalische und eheliche Partnerin von DDR-Superstar Frank Schöbel.

Chris Doerk wurde in 1942 in Königsberg/Ostpreußen geboren, doch mit den Eltern zog es sie in das sächsische Großenhain. Wie bei allen DDR Künstlern stand auch bei ihr eine berufliche Ausbildung im Vordergrund. Sie entschloss sich für den Beruf einer Gebrauchswerberin. Zu dieser Zeit war sie Mitglied des Erich-Weinert-Ensembles der NVA, ein professionelles Künstlerensemble. Die Mitglieder erhielten dank eigener Gesangslehrer eine Ausbildung an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin, die mit einer Bühnenreifeprüfung abgeschlossen wurde. Viele der Mitglieder des Erich-Weinert-Ensembles wurden später als Solisten erfolgreich. So auch Chris Doerk. In diese Zeit kam die Bekanntschaft mit ihrem späteren Partner, Frank Schöbel, zustande. Auch er war Mitglied im Erich-Weinert-Ensemble.

1967 erhielt Chris Doerk im Alter von 25 Jahren den Berufsausweis als Schlagersängerin. Danach gewann sie zusammen mit Frank Schöbel den ersten Preis beim Schlagerwettbewerb der DDR mit dem Duett „Lieb mich so, wie dein Herz es mag“. Zum Star wurde Chris Doerk gemeinsam mit Frank Schöbel durch den DEFA-Film „Heißer Sommer“ im Jahr 1968.

Ihre erste TV-Show hatte Chris Doerk gemeinsam mit Frank Schöbel und Horst Feuerstein im Jahre 1969. Kuba eroberte die damals fesche Chris Doerk im Flug. Nach dem Festival Varadero 1970 auf Kuba begeisterte sie die Zuschauer und blieb jahrzehntelang ein Publikumsliebling.

Die Zusammenarbeit mit Frank Schöbel führte 1971 zur gemeinsamen Moderation der DFF (Deutsche Fernsehfunk) Sendungen „Treff mit Chris und Frank“ und „Disko-Treff“. Die beiden waren in den 1960er und Anfang der 1970er Jahre das Traumpaar der DDR Unterhaltungsbranche.

Von 1972 bis 1973 engagierte sich Chris Doerk als Mitglied im Nationalen Komitees für die X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Berlin. Diese Weltfestspiele sind regelmäßig veranstaltete internationale Jugendtreffen, die 1947 vom Weltbund der demokratischen Jugend (WBDJ) ins Leben gerufen wurden.

Den Goldpokal des XII. Schlagerfestival der Ostseestaaten in Rostock erhielt Chris Doerk 1973. Den „Goldenen Orpheus“ in Bronze, ein internationaler Wettbewerb in Bulgarien, gewann Chris Doerk mit dem Titel „Die Rose von Chile“. Tourneen führten sie in beinahe alle europäischen Länder.

Wie so vieles ein Ende hat, traf dies auch für die Ehe mit Frank Schöbel zu. Der Tag der Scheidung, der 6. März 1974, war auch zugleich der Tag ihres letzten gemeinsamen Konzerts. Chris Doerk arbeitete als Solistin noch einige Jahre weiter, an die gemeinsamen großen Erfolge vermochte sie jedoch nicht wieder anzuschließen. Mitte der 1970er Jahre zog Chris Doerk sich aus der Unterhaltungsbranche zurück und arbeitete als freischaffende Fotografin. Aus der Ehe mit Frank Schöbel ging der gemeinsame Sohn Alexander hervor.

Im Gegensatz zu vielen ihrer Kollegen war die Wende für Chris Doerk ein Neuanfang. Sie wurde Moderatorin im MDR und spielte in einem Live-Fernsehspiel mit. Der Erfolg kam als Malerin, mit Ausstellungen in Deutschland und der Schweiz.

Nach über 30 Jahren kamen Chris Doerk und Frank Schöbel im Jahr 2008 doch noch musikalisch – wenn auch nur für kurze Zeit – zusammen, als Chris Frank Schöbel 2008 auf seiner 45. Bühnenjubiläumstour begleitete.

Chris Doerk wirkte in folgenden Filmen mit:

  • 1967: Heißer Sommer
  • 1972: Nicht schummeln, Liebling!
  • 2004: Live Movie – Feuer in der Nacht

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