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Die ehemalige Wirtschaftsmacht DDR

Als die DDR als Staat noch existierte, schätze man im Westen deren wirtschaftliche Macht und wissenschaftliche Potenz.

Die DDR war in vielen Bereichen auf Weltmarktniveau. So beispielsweise die Werften von Rostock, die Schwerindustrie in Leipzig und die Braunkohle Fördergebiete. Und, nicht zu vergessen, der erste Deutsche im Weltall war Siegmund Jähn aus der DDR.

ZEKIWA wurde zur größten Kinderwagenfabrik Europas und beschäftigte in seiner Glanzzeit 2.200 Mitarbeiter die jährlich 450.000 Kinderwagen und 160.000 Puppenwagen produzierten.

Das Kirow Werk in Eberswalde war und ist Weltmarktführer für Eisenbahn-Krane und speziell Doppellenker-Krane.

Die Textilindustrie der DDR exportierte in alle Länder und holte Devisen herein, die wiederum für den Aufbau anderer Industriezweige verwendet werden konnten.

Auch das inzwischen insolvente westdeutsche Versandhaus Quelle lebte nicht schlecht durch den Verkauf von Geräten aus der DDR. Die DDR produzierte viele Produkte speziell für das westliche Ausland oder vergab Lizenzen. Darunter Schreibmaschinen, Rundfunktechnik, Kühlschränke – einfach alles.

In den 80er Jahren war „Robotron“ für den westdeutschen Markt ein profitabler Produzent und Zulieferer. Drucker von Robotron wurden in der BRD unter dem Namen „Präsident“ und in den dem High-Tech Land USA unter dem Namen „Samelco“ verkauft. Für den westdeutschen Zweig von „Commodore“, dem Entwickler des C64 und damit des erfolgreichsten Heimcomputers aller Zeiten, lieferte Robotron die Mechanik für die schnellen Typenraddrucker CBM 8028 und CBM 8229. 1989 beschäftigte das Kombinat 68.000 Mitarbeiter und generierte einen Umsatz von 12,8 Milliarden (DDR-) Mark.

Im Jahre 1990 schrieb die „Computerwoche“ noch:

„Mit enormen Anstrengungen […] wuchs Robotron zu einem der mächtigsten PC-Hersteller im RWG. Immerhin wurden bis Ende 1989 rund 212 000 Büro- und Personal Computer produziert. Davon kamen 100 000 in der DDR zum Einsatz, den Rest exportierte man vor allem in die Sowjetunion. (Ostdeutschland: No-Names haben die größten Chancen„, computerwoche, 19.10.1990)“

1991 hießt es dann in der gleichen Zeitschrift:

„Der Zustand der DV-Branche in der ehemaligen DDR ist genauso desolat wie der in den anderen Industriezweigen.“ (Die DV-Szene in Ostdeutschland vor und nach der Wende, computerwoche, 25.01.1991)

Es begann sich ein negativer Trend in der Bericherstattung abzuzeichen, der eigentlich jeder objektiven Grundlage entbehrte.

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