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Frank Schöbel – der ostdeutsche Travolta

Berlin, Frank Schöbel bei Autogrammstunde
Bundesarchiv, Bild 183-W0115-047 / Reiche, Hartmut / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons

Frank Schöbel  ist ein deutscher Musiker und einer der erfolgreichsten Schlagersänger der DDR.

Der 1942 in Leipzig geborene Frank Schöbel ist der zweite Sohn einer Opernsängerin. Sein musikalisches Talent wurde schon früh im Alter von 7 Jahren von ihr bemerkt.

Aus einer Karriere im Thomanerchor wurde jedoch nichts, ihm zog es mehr zu zeitgenössischer Musik hin.
Frank Schöbel wurde Mitglied des Erich-Weinert-Ensembles der NVA, ein professionelles Künstlerensemble. Die Mitglieder erhielten dank eigener Gesangslehrer eine Ausbildung an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin, die oft mit einer Bühnenreifeprüfung abgeschlossen wurde.
Viele der Mitglieder des Erich-Weinert-Ensembles wurden später als Solisten erfolgreich. So auch Frank Schöbel und seine spätere Partnerin Chris Doerk, welche er über das Erich-Weinert-Ensemble kennen lernte.

Es war das Jahr 1962, in dem Frank Schöbel seine erste Single produzierte. Mit dem Titel „Looky -Looky, Blonder Stern und Party Twist“ erstürmte er die Spitze der DDR-Hitparade.

Frank Schöbel gewann zusammen mit Chris Doerk den ersten Preis beim Schlagerwettbewerb der DDR mit dem Duett „Lieb mich so, wie dein Herz es mag“. Zum absoluten Star wurde Frank Schöbel jedoch gemeinsam mit Chris Doerk durch den DEFA-Film „Heißer Sommer“ im Jahr 1968. Frank Schöbel hatte bis dahin einen guten Status als Sänger, aber durch diesen Film wurde er einem noch breiterem Publikum bekannt und von ihm gemocht. Vom Schlagerstar zum Kinostar. Die beiden Hauptcharaktere Frank Schöbel und Chris Doerk verhalfen dem Film „Ein heißer Sommer“ zum Kultstatus, der bis heute besteht.

Frank Schöbel kam zu seiner ersten TV-Show zusammen mit Chris Doerk und Horst Feuerstein im Jahre 1969. Die Zusammenarbeit mit Chris Doerk führte 1971 zur gemeinsamen Moderation der DFF (Deutscher Fernsehfunk) Sendungen „Treff mit Chris und Frank“ und „Disko-Treff“. Der Tag der Scheidung von seiner ersten Frau Chris Doerk, der 6. März 1974, war auch zugleich der Tag ihres letzten gemeinsamen Konzerts. Chris Doerk arbeitete als Solistin noch einige Jahre weiter, an die gemeinsamen großen Erfolge vermochte sie jedoch nicht wieder anzuschließen. Frank Schöbel hingegen setzte seine Karriere fort.

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