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Geschichte: Die Sieger des II. Weltkrieg teilen Deutschland auf

Zwei Staaten mit gegensätzlichem Wirtschaftssystem teilten sich eine Stadt und deren Einwohner. Was heute ein absurder Gedanke ist, eine Stadt in zwei Teile zu spalten und jeweils anderen Nationen zu unterstellen, war damals Realität. Und so etwas kann auf Dauer nicht gut funktionieren.

Bereits vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 wollten die späteren vier Siegermächte USA, Frankreich, England und Russland (später: UdSSR) sicher stellen, dass so schnell kein neuer Weltkrieg von deutschem Boden ausgeht. In Jalta wurde eine Konferenz einberufen, die sogenannte Jalta-Konferenz. Diese Konferenz war ein diplomatisches Treffen der alliierten Staatschefs Franklin D. Roosevelt (USA), Winston Churchill (Vereinigtes Königreich) und Josef Stalin (UdSSR) im Badeort Jalta auf der Krim. Vom 4. bis zum 11. Februar 1945 wurde darüber diskutiert, wie das demnächst besiegte Deutschland aufgeteilt wird. Ebenso wurden die Sektorengrenzen in der Hauptstadt Berlin festgelegt. Monate vor dem Kriegsende war die Teilung Deutschlands bereits eine beschlossene Sache der Siegerstaaten. Die Teilung Deutschlands und die Aufteilung von Berlin war keine Idee der 1949 gegründeten DDR.

Schon im Sommer 1945 wurden Demarkationslinien zwischen den Besatzungszonen gezogen. Vereinzelt wurden Schlagbäume errichtet, weiß-gelbe Holzpfeiler aufgebaut und Farbmarkierungen an Bäumen vorgenommen. Auf Befehl der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) wurde 1946 in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) eine Grenzpolizei aufgebaut. Bestimmungen für den Gebrauch der Schusswaffe wurden erlassen und Reisende zwischen der SBZ (sowjetischen Besatzungszone) und den Westzonen mussten Interzonenpässe beantragen. Die ersten Grenzanlagen wurden in der sowjetischen Besatzungszone errichtet. Im Wald Stacheldraht, auf Straßen und Wegen Straßensperren. Die „Mauer“ wurde bereits in diesen jungen Jahren vorbereitet, nur nicht so stark befestigt wie ab 1961.

Recht schnell begann nach der Aufteilung Deutschlands und West-Berlins das, was man später den „kalten Krieg“ nannte. Der Kalte Krieg war von 1945 bis in die 1980er Jahre ein Konflikt zwischen den kapitalistischen Westmächten mit den USA als Motor und den sozialistischem Ostblock Staaten unter Führung der Sowjetunion. Er wurde mit allen Mitteln unterhalb der Schwelle eines offenen Krieges ausgetragen. Es ging bis hin zur Führung von Stellvertreterkriegen, um den Einfluss des anderen Lagers weltweit einzudämmen oder zurückzudrängen.

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