Ostblock? Wer gehörte dazu?

Der Ostblock mit eisernem Vorhang
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Updated Mai 11, 2024

Der Ostblock

Der Begriff „Ostblock“ bezieht sich auf die Gruppe von sozialistischen Staaten unter der Führung der Sowjetunion, die während des Kalten Krieges (ca. 1947-1991) existierte.

Der Ostblock und die Sowjetunion

Der Begriff „Ostblock“ wurde erstmals in den 1950er-Jahren verwendet, um die politische und wirtschaftliche Einheit dieser Länder zu beschreiben. Die Staaten des Ostblocks waren alle kommunistisch regiert und unterlagen der Kontrolle der Sowjetunion. Sie hatten ein gemeinsames Wirtschaftssystem und waren in militärischen Bündnissen wie dem Warschauer Pakt und dem Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) verbunden.

Der Warschauer Pakt war ein Militärbündnis des sogenannten Ostblocks unter der Führung der Sowjetunion.

Welche Länder gehörten zum Ostblock?

Dieser Block bestand nur aus der Sowjetunion und anderen Staaten in Mittel- und Osteuropa, die in den Einflussbereich der Sowjets nach dem Zweiten Weltkrieg kamen.

Zum Ostblock zählten

  • Sowjetunion
  • Volksrepublik Polen
  • Deutsche Demokratische Republik
  • Tschechoslowakische Sozialistische Republik
  • Ungarische Volksrepublik,
  • Volksrepublik Bulgarien
  • Volksrepublik Rumänien
  • Republik Kuba,
  • Sozialistische Republik Vietnam
  • Demokratische Volksrepublik Korea
  • Mongolische Volksrepublik
  • Volksrepublik China

Verhältnis des Ostblock zum Rest der Welt

Der Ostblock stand in direkter Opposition zur westlichen Welt, vor allem den USA und ihren westeuropäischen Verbündeten. Diese Periode intensiver politischer und militärischer Spannungen zwischen den westlichen Mächten und dem Ostblock wird oft als Kalter Krieg bezeichnet, da sie nicht zu einem direkten, groß angelegten Krieg zwischen den beiden Supermächten, den USA und der UdSSR, führte.

Der Begriff „Eiserner Vorhang“ wurde berühmt durch Winston Churchill in seiner Rede von 1946 und beschreibt metaphorisch die Trennung zwischen den demokratischen Nationen des Westens und den kommunistischen Nationen des Ostens.

Beide Seiten, Ost und West, entwickelten während des Kalten Krieges intensive Propaganda, um ihre jeweiligen Ideologien und politischen Systeme zu fördern und den Gegner zu dämonisieren. Der Kalte Krieg war gekennzeichnet durch eine Reihe von Konflikten und Krisen, einschließlich des Koreakriegs, der Kuba-Krise und des Vietnamkriegs, sowie durch ein intensives Wettrüsten, das den Bau und die Lagerung von Atomwaffen einschloss.

Nach der Wiedervereinigung 1990

Mit dem Fall der Berliner Mauer 1989 und dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 endete der Ostblock, und die ehemaligen Mitgliedsländer begannen, sich in verschiedene Richtungen zu entwickeln, wobei viele von ihnen demokratische Systeme und Marktwirtschaften übernahmen.

Der Begriff „Ostblock“ wird heute noch manchmal verwendet, um die ehemaligen Staaten des Ostblocks zu beschreiben. Er kann jedoch auch als abwertend angesehen werden, da er die Vorstellung impliziert, dass diese Länder unter der Kontrolle der Sowjetunion standen und keine eigene Identität hatten.

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