Manfred Krug

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Updated Mai 11, 2024

Manfred Krug

Manfred Krug war ein renommierter deutscher Schauspieler und Sänger, der am 8. Februar 1937 in Duisburg geboren wurde und seine Karriere in der DDR begann, bevor er auch in der Bundesrepublik Deutschland und international Anerkennung fand.

DDR Personen - Schauspieler Manfred Krug

Wer war Manfred Krug?

Manfred Krug, geboren am 8. Februar 1937 in Duisburg und verstorben am 21. Oktober 2016, war ein vielseitiger deutscher Künstler, der als Schauspieler, Sänger und Autor bekannt wurde. Er erlangte vor allem in der DDR große Popularität, bevor er nach der Wiedervereinigung auch in Westdeutschland erfolgreich war.

Manfred Krug: Ein Leben in der Kunst

Manfred Krug wurde am 8. Februar 1937 in Duisburg geboren. Sein Vater war Eisenhütten-Ingenieur und siedelte mit seiner Familie 1950 in die DDR über. Dort absolvierte Krug eine Lehre als Stahlschmelzer und arbeitete zunächst in der Schwerindustrie.

Sein Interesse für die Schauspielerei führte ihn jedoch schließlich an die Staatliche Schauspielschule in Berlin-Schöneweide. Nach Abschluss der Ausbildung 1957 erhielt er ein Engagement am Deutschen Theater Berlin.

Erfolge

Krug war ein vielseitiger Schauspieler und spielte in zahlreichen Theaterstücken, Filmen und Fernsehproduktionen. Er wurde vor allem für seine Rollen in DEFA-Filmen wie „Spur der Steine“ (1966), „Die Legende von Paul und Paula“ (1974) und „Liebling Kreuzberg“ (1985-1998) bekannt.

In „Spur der Steine“ verkörperte Krug den Bauarbeiter Balla, der sich gegen die kommunistische Parteiführung auflehnt. Der Film war ein großer Erfolg und gilt als einer der bedeutendsten Filme der DDR.

In „Die Legende von Paul und Paula“ spielte Krug den Paul, einen Arbeiter, der sich in die junge Paula verliebt. Der Film war ein Publikumsliebling und machte Krug zu einem Star in der DDR.

In „Liebling Kreuzberg“ spielte Krug den Kommissar Bruno Stöver, der in Berlin-Kreuzberg ermittelt. Die Serie war ein großer Erfolg und lief bis 1998.

Krug war auch ein erfolgreicher Sänger und veröffentlichte zahlreiche Schallplatten. Er sang Chansons, Schlager und Jazz.

Krug war ein politischer Mensch und engagierte sich für die Menschenrechte. Er kritisierte die DDR-Regierung und siedelte 1977 in die Bundesrepublik über.

Kollegen von Manfred Krug

Manfred Krug arbeitete im Laufe seiner Karriere mit zahlreichen Kollegen zusammen, darunter:

  • In der DDR:
    • Barbara Felsenstein
    • Wolfgang Heinz
    • Manfred Karge
    • Armin Mueller-Stahl
    • Angelica Domröse
    • Katharina Thalbach
  • In der Bundesrepublik:
    • Charles Brauer
    • Ulrich Mühe
    • Hannelore Hoger
    • Ulrich Tukur
    • Iris Berben

Zu seinen engsten Kollegen zählten insbesondere:

  • Charles Brauer: Die beiden Schauspieler spielten gemeinsam in 38 Folgen der ARD-Krimireihe „Tatort“ als Kommissarsduo Stoever und Brockmöller.
  • Armin Mueller-Stahl: Die beiden Schauspieler waren Freunde und arbeiteten häufig zusammen, unter anderem in den DEFA-Filmen „Spur der Steine“ (1966) und „Die Legende von Paul und Paula“ (1974).
  • Ulrich Mühe: Die beiden Schauspieler waren ebenfalls Freunde und arbeiteten gemeinsam in mehreren Filmen, unter anderem in „Der Vorleser“ (2008).

Krug war ein geschätzter Kollege und Freund und stand für seine Professionalität und sein Engagement für die Kunst ein.

Nach der Wende

Nach der Wiedervereinigung 1990 blieb Krug in Berlin und arbeitete weiterhin als Schauspieler, Sänger und Schriftsteller. Er spielte in zahlreichen Filmen und Fernsehproduktionen mit, darunter „Die Spur“ (1997), „Der Vorleser“ (2008) und „Babylon Berlin“ (2017-2020).

Krug erhielt zahlreiche Auszeichnungen für seine künstlerische Arbeit, darunter den Nationalpreis der DDR (1968), den Deutschen Filmpreis (1975, 1989) und den Adolf-Grimme-Preis (1986, 1991).

Krug starb am 21. Oktober 2016 in Berlin. Er war ein bedeutender Künstler, der die deutsche Kulturlandschaft über Jahrzehnte hinweg prägte.

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