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Exquisit-Laden

Bundesarchiv, Bild 183-1986-0321-026 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons

Die Exquisit-Läden in der DDR waren Bekleidungsgeschäfte mit einem (im Vergleich mit den HO- und Konsum-Läden) hochpreisigen Angebot von Bekleidung in eigenen Filialen für Damen-, Herren-, Jugendmode und Schuhe, sowie Kosmetika und Accessoires.

Die Exquisit-Läden wurden ab 1962 eingeführt und 1966 durch die Delikatläden ergänzt. Die beiden Handelsketten der HO (Handelsorganisation) waren gedacht um den „gehobenen Bedarf“ abzudecken. Besserverdiener sollten die Möglichkeit haben, auch ohne Devisen (Westgeld) Luxusartikel bzw. westliche Lizenzartikel der Gestattungsproduktion zu erwerben. Für den „normalen“ DDR-Bürger waren die Modeartikel allerdings oft unbezahlbar.

Doch achteten die Verantwortlichen bei der Exquisitware auch auf Qualität. Allein 30 Modedesigner entwarfen für jede Saison eine Kollektion und präsentierten sie auf der Leipziger Messe. Die produzierten Stückzahlen waren gering und beliefen sich im Durchschnitt auf nur ca. 300 Stück je Model. Zur Qualitätskontrolle wurden die Mustermodelle strengen Tests auf Tragfähigkeit, Sitz und Passform unterworfen, ehe sie in die Kleinserien-Produktion gingen. Die Stoffe stammten überwiegend aus westlichen Ländern wie Italien, Österreich, Italien oder Frankreich. Der Stil orientierte sich an klassischer, statt kurzlebiger, Modeware.

Ende nach der Wende

Nach der Wende konnte das Sortiment der Exquisit-Läden nicht mit westdeutschen Angeboten im ebenfalls höherpreisigen Markt mithalten. Die Designer wechselten in das Lager der Konkurrenz, lehrten an den Kunsthochschulen oder gründeten eigene Modefirmen.Die überwiegend gut gelegenen Immobilien wurden an Modeketten wie Breuniger oder Peek & Cloppenburg verkauft.

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